Garnacha/Grenache

Die Garnacha oder Grenache ist eine rote Rebsorte und die vierthäufigst angebaute der Welt mit einer geschätzten Rebfläche von etwa 240.000 ha. In Frankreich heißt sie auch Grenache noire, in Spanien Garnacha, in Katalonien Garnatxa und auf Sardinien Cannonau.

Weitere Anbaugebiete sind die italienischen Regionen Toskana (= Alicante), Sizilien, Kalabrien. Ebenso wird die Garnacha- Traube in Australien, Argentinien und Kalifornien angebaut.

Der Wein aus der Grenache-Traube ist arm an Tanninen und Farbe. Sie gibt gute fruchtige Weine und wird (z. B. in Kalifornien) auch als Weiß- oder Roséwein gekeltert.

Unter extremen klimatischen Bedingungen (Trockenheit, Hitze, Wind) und bei sehr geringen Erträgen liefert die Garnacha auch konzentrierte, ausgesprochen lagerfähige Rotweine.

Mit rund 86.600 Hektar Rebfläche ist sie unter dem Namen Garnacha nach den Sorten Tempranillo und Bobal die drittwichtigste spanische Rotweinsorte. Sie wird vor allem im Osten und Norden Spaniens angebaut.

Oft wird die Garnacha mit tanninhaltigeren Sorten wie Tempranillo (in der Rioja) oder mit Syrah und Mourvèdre (an der südlichen Rhône) verschnitten. Der einfache Grund hierfür sind die Eigenschaften der Rebe: Ihr Wein ist üblicherweise alkoholreich und dennoch weich.

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